Kleinbahnverein Rothenburg/O.L e.V.

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Geschichte
Auf 27,6 km Streckenlänge verwendete man 12 m lange, 24,39 kg/m schwere Vignoles-Schienen der preußischen Form 5, die jeweils auf 14 hölzernen Querschwellen befestigt waren. Auf 2,1 km Länge waren die 9 m langen Schienen zu 26,44 kg/m auf jeweils elf hölzernen Querschwellen verlegt. Der Oberbau der gesamten Strecke lag in Kiesbettung. In den dreißiger Jahren erneuerte die Kleinbahn schrittweise den Oberbau und baute Schienen der Form 6d ein.Die Strecke begann in Horka Klbf. in unmittelbarer Nähe des Staatsbahnhofes. Im Kleinbahnhof gab es nur eine Wartehalle und ein Umfahrgleis sowie eine Gleisverbindung zum Staatsbahnhof. Über die nächsten 2 km verlief die Strecke parallel zur Staatsbahn Richtung Kohlfurt, und bei Biehain erreichte sie den eigenen Güterbahnhof, ebenfalls mit einer Wartehalle ausgerüstet. Außerdem gab es einige Anschlußgleise und eine Verbindung zur bereits erwähnten Staatsbahnstrecke. Über diese Verbindungsstrecke wurde der gesamte Übergabeverkehr zwischen der Staatsbahn und der KHRP abgewickelt. Nach weiteren 3,7 km wurde der Haltepunkt Nieder Neundorf erreicht, der ebenfalls nur eine Wartehalle und ein Umfahrgleis hatte. Nach 7,471 km kam der Zug im Hauptort der Bahn an, in der Kreisstadt Rothenburg. Hier befand sich das einzige Empfangsgebäude der Kleinbahn und in der Anfangszeit ein zweiständiger Lokschuppen mit einem Wasserkran, der von der städtischen Wasserversorgung gespeist wurde. Der Bahnhof Rothenburg hatte außer dem Durchgangsgleis drei parallele und vier Anschlußgleise sowie das Gleis zum Lokschuppen. Die Anschlußgleise bedienten das Sägewerk und das Raiffeisenlager. Beim km 12,6 wurde der Haltepunkt Lodenau mit zwei Gleisen und einem Anschluß zur Papierfabrik erreicht. Nach weiteren 2,3 km kam der Zug zum Haltepunkt Steinbach mit der streckenüblichen Ausrüstung. Danach stieg die Strecke mit 1:106 auf 1,1 km bis zur Neißebrücke an, einer Gewölbebrücke mit vier Öffnungen von je 45 m Länge. Hinter der Neißebrücke kam bei km 17,2 der Haltepunkt Sänitz, und über Buchwalde (km 21,1) erreichte man bei km 25,9 den Endpunkt Priebus, einen Bahnhof der Lausitzer Eisenbahn AG. Die KHRP verfügte dort über einige Gleise und einen einständigen Lokschuppen.

Quelle: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen - Hans-Dieter Rammelt - Thüringen/Sachsen - transpress Strecken * Fahrzeuge * Betrieb
21.09.2018
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